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Mehr?Wert! · Kartenspiel für Demokratiebildung

Mehr?Wert!

Demokratie ist mehr als ein System. Sie ist eine Lebenswelt.

Ein Kartenspiel für Kleingruppen, das den Wert unserer Demokratie erlebbar macht. Es regt an, die eigenen Werte zu priorisieren, schärft die Argumentation und stärkt das aktive Zuhören. In wenigen Minuten startklar, ohne Vorbereitung in der regulären Lehrzeit einsetzbar, fachunabhängig.

2–5 Spieler:innen
pro Kleingruppe
Drei Frauen spielen ein Kartenspiel an einem Holztisch in moderner Umgebung.
„Diskurs, der bleibt."

Unsere Mission

Hochschulen müssen als demokratische Räume wiederbelebt werden.

Demokratie ist viel mehr als ein politisches System mit Institutionen und Prozessen. Sie ist als Lebenswelt zu verstehen. Mehr?Wert! holt genau diesen Alltag ins Spiel und macht ihn im Gespräch spürbar.

Mehr?Wert! bald in Ihrer Lehre

Sie möchten das Spiel in der Hochschule, Schule oder in der politischen Bildung einsetzen? Kontaktieren Sie uns gerne. Speziell für kürzere 1:1-Gespräche in Demokratiebildung entwickeln wir derzeit eine eigene Einsatzmöglichkeit.

Ab September 2026 haben wir wenige Kapazitäten frei, um die Spieldurchführung im Rahmen der Weiterentwicklung zu begleiten.

Beide Projektleiterinnen anschreiben

Die Idee

Demokratie lernt man im Dialog.

Drei Wirkungen, die im Unterricht und in der politischen Bildung wirklich ankommen.

Werte priorisieren

Spieler:innen ordnen ihre eigenen Werte und erleben, was Demokratie mit ihrem Handeln zu tun hat.

Argumentation schärfen

Übt, den eigenen Standpunkt klar zu formulieren und mit Gegenargumenten umzugehen.

Aktiv zuhören

Spielmechaniken fordern echtes Zuhören: Perspektiven wechseln, Argumente aufnehmen, Brücken bauen.

Mehrwert für Lehrende

Was Mehr?Wert! für diejenigen bringt, die es im Seminarraum einsetzen.

Niederschwellig im Unterricht

In 5 Minuten eingeführt, ohne Vorbereitung in der regulären Lehrzeit spielbar, fachunabhängig.

Interventionskarten für Lehrende

Die Interventionskarten geben Orientierung, um in anspruchsvollen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

So geht's

Von der Kleingruppe zum großen Gespräch.

Zwei Phasen plus eine Option, die ineinandergreifen. Die einzelnen Spielschritte differenzieren wir hier noch weiter.

Phase 1

Spiel in der Kleingruppe

2 bis 5 Personen spielen gemeinsam. Argumentieren, zuhören, eigene Werte priorisieren. Anschließend bewältigen sie gemeinsam Krisenereignisse: Wer ist mit den Werten besser in dem Ereignis aufgestellt? Welche Werte fehlen, um resilient und handlungsfähig zu sein?

Phase 2

Großgruppen-Reflexion

Im Plenum werden die Erfahrungen aus den Kleingruppen zusammengeführt. Lernende und Lehrende können selbst ausgesuchte Fragen aus den Reflexionskarten (oder eigene) in die Diskussion mitbringen.

Reflexionsbogen für Lehrende

Optional mitgeliefert, lässt sich direkt in Lehr- und Prüfungskonzepte einbinden.

Für wen

Drei Welten, ein Spiel.

Überall dort, wo Demokratie nicht nur erklärt, sondern erlebt werden soll.

Lehrkraft im Gespräch mit Oberstufenschüler:innen im Klassenzimmer.

Schulen & Oberstufen

Sozialkunde, Politik, Ethik, Philosophie. Auch für Projekt­tage und Wahl­perioden.

Erwachsene Gruppe im Gespräch bei abendlicher Beleuchtung.

Hochschulen

Seminare, Tutorien, Erstsemester-Programme und studentische Initiativen.

Vielfältige Erwachsene im Austausch über demokratische Themen.

Politische Bildung

Volkshochschulen, Stiftungen, Bündnisse und Civic-Formate.

„Demokratie ist kein Zustand, den man hat. Sie ist eine Übung, die man immer wieder beginnt, am besten im Gespräch mit anderen."
— Haltung des Projekts
Die Gründerinnen Diana Heiman (links) und Pia Wessendorf (rechts) von Mehr?Wert! präsentieren lächelnd die Spielkarten vor einem Plakat zum Demokratie-Lernspiel.

Warum wir das machen.

Hinter Mehr?Wert! stehen Diana Heiman und Pia Wessendorf an der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit der HAWK am Gesundheitscampus Göttingen.

Das Kartenspiel ist ein gefördertes Lehrprojekt des Präsidiums der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Die Gründung wird über das HERizon Gründerinnen Programm (Exist-Women) der Universität Göttingen gefördert.

Diana Heiman über ihre Motivation

Der schnelle Zuwachs rechter Parteien und ihrer Politik in Deutschland, Europa und weltweit hat mich aufgeschreckt.
Die Demokratie, in der ich leben darf, empfinde ich als Privileg. Sie ist nicht perfekt, aber bietet uns die Möglichkeit von persönlicher Entfaltung und Mitbestimmung auf Basis grundlegender Rechte, die staatliche Willkür und Unterdrückung eindämmen. Die inneren und äußeren Angriffe auf unsere freiheitliche Demokratie, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufbrechen und das Vertrauen in die Institutionen untergraben wollen, sehe ich daher mit großer Besorgnis.
Mir ist bewusst, dass alle meine Lebensbereiche — mal offensichtlicher, mal verborgener — geprägt sind von den Freiheiten, Rechten und Werten unserer Demokratie. In der Lehre nehme ich jedoch wahr, dass Studierende die Demokratie oft als etwas Selbstverständliches annehmen, aber gleichzeitig als etwas Fernes begreifen: als Prozesse und Institutionen, die wenig mit ihrer eigenen Lebenswelt zu tun haben.
Diese Kluft lässt sich nicht gut klassisch „vermitteln". Denn Demokratie ist so viel mehr als rein kognitives Wissen, das über reine Lehre kaum erreicht werden kann. Aufgeben? Auf gar keinen Fall.
Auf der Suche nach gut umsetzbaren Demokratiespielen habe ich viele tolle Formate gefunden — doch sie waren oft zeitintensiv im Anlesen, im Zeitformat der Durchführung oder in der Vorbereitung. Ich wollte aber ein Spiel für die Lehre, das die Demokratie persönlich nahbar macht und gleichzeitig für mich als Lehrende niederschwellig integrierbar ist.
Inspiriert vom Erfahrungsaustausch mit politischen Bildner:innen reifte der Gedanke auf Basis von Werte-Versteigerungen: spielerisch die Werte der Demokratie und ihren Wert für sich selbst entdecken. Denn in der Lehre kann ich den Raum eröffnen, damit Lernende selbst für sich erkennen, was ihnen wichtig ist und was das mit der Demokratie zu tun hat.
Erst wenn die Demokratie für uns einen Wert hat, verstehen und fühlen wir auch, welche unserer eigenen Werte derzeit auf dem Spiel stehen.

Pia Wessendorf über ihre Motivation

Als Person, die in einer Demokratie lebt, muss ich politisch sein. Denn unser Alltag ist nicht neutral: er ist geprägt von Machtverhältnissen, Teilhabechancen und der Frage, wie wir in einer vielfältigen Gesellschaft fair und respektvoll zusammenleben können. Demokratie ist für mich deshalb eine Grundlage. Sie zeigt sich in der Haltung, Selbstbestimmung zu stärken, Vielfalt anzuerkennen und Ausgrenzung entgegenzutreten.
Gerade in der heutigen Zeit und angesichts der Vielfalt an Lebenslagen und Perspektiven ist es besonders wichtig, fachlich und persönlich gefestigt zu sein. Selbstreflexion muss geübt werden: die eigenen Werte kennen, Position beziehen können, Unsicherheiten aushalten und gleichzeitig respektvoll bleiben.
Schulen, Hochschulen und andere Bildungskontexte können und sollten dabei unterstützen, indem sie Räume schaffen, in denen Haltung, Werte und demokratisches Handeln bewusst geübt und reflektiert werden können. Mehr?Wert! ist meine (Spiel-)Einladung, die eigene Wertebasis bewusst zu machen und im Alltag sicherer und begründeter kommunizieren zu können.

Schreibt uns.

Du bist Lehrkraft, Bildungsträger oder möchtest das Spiel an deine Hochschule holen? Meldet euch gerne bei uns.

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